Vom Verstehen der Welt

Vorhang auf für das Theaterfestival “Halbstark” / Heute: „Warum kommen Dinge durcheinander?“ und „Fimosis“

Träume und Tränen, Provokationen und Probleme, Fragen und Frust - die Gefühlswelt junger Menschen auf der Schwelle zur Pubertät ist so emotional wie vielschichtig. Das spiegelt das Internationale Theaterfestival „Halbstark“. Vom 3. bis zum 10. November nimmt es zum ersten Mal in Münster 9- bis 13-Jährige in den Blick. Gemeinsame Veranstalter sind das Kulturamt, die Städtischen Bühnen und das Kultursekretariat Wuppertal. Wir stellen alle elf Produktionen aus Deutschland, Holland, Belgien und Dänemark vor. Heute: „Warum kommen Dinge durcheinander?“ mit dem Berliner Theater an der Parkaue und „Fimosis“ vom belgischen Theater Antigone.

„Warum kommen Dinge durcheinander?“

In der Regie von Carlos Manuel inszeniert das Berliner Theater an der Parkaue fünf fiktive Zwiegespräche. Eine Tochter löchert ihren Vater mit Fragen über Gott und die Welt. Fragen wie: Warum kommen Dinge durcheinander? Warum fuchteln Franzosen beim Sprechen immer mit den Armen herum? Was bedeutet Ordnung? Was ist eine Information und was ist Klischee? Eine Frage ergibt die andere. In verblüffend einfachen Worten und mit Witz treten in diesem Dialog die Bedingungen unseres Weltverständnisses klar hervor.

Der Zuschauer erfährt in diesem kurzweiligen Streifzug durch die Welt der Philosophie spielend und mit großem Vergnügen, was Denken bedeutet und wie Wissen entsteht.

Vorstellung: Samstag, 6. November, 17 Uhr, im Kleinen Haus der Städtischen Bühnen

„Fimosis“

Das belgische Theater Antigone erzählt mit „Fimosis“ die Geschichte zweier Brüder, die verschiedener nicht sein könnten. Was sie verbindet, ist das Mietshaus, das sie gemeinsam verwalten. Dort schaffen sie sich ihre eigene Welt. Da ist Jan, der sich als Hausmeister vorbildlich um die Wohnungen kümmert. Ein Angsthase, der an der Vergangenheit festhält. Bruder Peter hingegen ist ein Draufgänger. Einer, der Abenteuer sucht und den Blick in die Zukunft richtet.

Die imaginäre Mietshaus-Welt der Brüder besteht aus einer absurden Art von Logik und abstrusen Träumen - ein frei erschaffener Ort, an dem sie sich wohlfühlen. Der sie aber auch von der realen Welt isoliert. „Fimosis“ ist eine witzige, schwarze Komödie, die verrückte Akrobatik und sarkastische Dialoge zu einer überraschenden Handlung kombiniert.

Vorstellungen: Sonntag, 7. November, 19 Uhr; Montag, 8. November, um 10.30 und 17 Uhr im Kleinen Haus der Städtischen Bühnen, auch als Schulvorstellung.

Info: Kartenvorverkauf Theaterkasse Städtische Bühnen Münster, Telefon 02 51 / 59 09 100; online www.stadttheater.muenster.de. Festivalinformationen: www.halbstark-muenster.de

Fotos: Für einen kurzweiligen Streifzug durch die Welt des Wissens sorgt das Berliner Theater an der Parkaue. Foto: Christian Brachwitz. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.

Das belgische Theater Antigone erzählt von dem Angsthasen Jan und dem Draufgänger Peter. Zwei Brüder, die unterschiedlicher nicht sein können. Foto: Juan Vervliet. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.

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